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Ein tolles Geschenk –

Das Heft „Die Schlacht bei Kircheib“ wieder aufgelegt.

2010 veröffentlichte der Eitorfer Geschichtsforscher Hans Deutsch und Mitglied im U.H.U. e.V. anlĂ€sslich der Einweihung der GedenkstĂ€tte der „Schlacht bei Eitorf“ (2009) seine Abhandlung. Diese behandelt nicht nur detailliert die eigentliche Schlacht, sondern stellt auch die Bedeutung der „Hohen Straße“ als Heerstraße, Handelsweg und Grenze heraus. Außerdem geht er auf die kriegerischen Zeiten von 1583 bis 1814 und ihre Auswirkungen auf das Gebiet an der Sieg und im Westerwald ein. Er zeichnet ein sehr lebendiges Bild, welches es der Leserschaft leicht macht, sich in die damaligen VerhĂ€ltnisse, geprĂ€gt von großer Not, zurĂŒck zu versetzen.

Auf Grund großen Zuspruchs wurde das Heft bereits zwei Mal aufgelegt. Und war inzwischen wieder vergriffen. Wegen der Nachfrage kommt es nun zu einer dritten Auflage!

Der Autor erlaubte, diese direkt vom U. H. U. e. V. erstellen zu lassen. WofĂŒr wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken.

Schlacht bei Kircheip, Soft-Cover, 86 Seiten, Bezug ĂŒber die Gemeinde Eitorf, Touristinfo, oder den Autor (Tel. 02243 -5916)

Die Schlacht bei Kircheip

Erfolgreich forschen

25 Jahre siedlungsgeschichtliche Entdeckungen vor der HaustĂŒr

Man muss nicht in ferne LĂ€nder reisen, wie Ägypten oder China, um spannende Forschungen und Entdeckungen zur Siedlungsgeschichte zu machen!

So was kann man auch hervorragend vor der HaustĂŒr – und dies mit (sympathischen) Gleichgesinnten.

Dies dachten sich auch die GrĂŒndungsmitglieder unseres VorgĂ€ngervereins als sie sich nach langjĂ€hrigen eigenen Forschungen  1986 zu einem Geschichtsverein zusammen schlossen.

UnterstĂŒtzt durch die jeweiligen Leiter der Außenstelle des Rheinischen Amtes fĂŒr Bodendenkmalpflege in Overath konnten sie schon bald mit fĂŒr die Wissenschaft sehr interessanten Erkenntnissen aufwarten. Sie waren angetreten, die bisherige Annahme, das Bergische Land sei erst von den Franken gegen 800 n. Chr. dauerhaft besiedelt worden, zu widerlegen.

Inzwischen können hier nun  die (vorĂŒbergehende) Anwesenheit von Neandertalern in der Altsteinzeit und von unseren Vorfahren in der Mittel- und Jungsteinzeit sowie feste Siedlungen spĂ€testens ab der Eisenzeit (ab ca. 750 v. Chr.) durch zahlreiche Funde und Siedlungsreste belegt werden.

Seit der Umbenennung des Vereins in U. H. U.  e. V. (UnabhĂ€ngige Historische Untersuchungen mit Schwerpunkt der Vor- und FrĂŒhgeschichte e. V.) wurden die Forschungen nicht nur intensiviert. Vielmehr wurden die zahlreichen ĂŒberregionalen Ergebnisse außer Fachleuten auch interessierten Laien, vor allem Kindern und Jugendlichen, auf geeignete Weise (z. B. durch Ausstellungen, FĂŒhrungen und VortrĂ€ge) vorgestellt.

Dies soll auch 2011, im Jahr unseres 25jĂ€hrigen JubilĂ€ums geschehen. Anstelle eines großen Empfangs werden wir eine tolle Veranstaltungsreihe durchfĂŒhren:

  • “Zeitenfenster – Einblicke in die erfolgreichen archĂ€ologischen Forschungen
    des U. H. U. e. V.”
    25 Jahre – aktiv und erfolgreich! (PDF fĂŒr Download)
    Lesen Sie bitte demnÀchst unsere Veranstaltungshinweise.
    Viel Spaß bei der Teilnahme. Es lohnt sich!

Wir wĂŒrden uns freuen, wenn wir auf diesem Wege noch Gleichgesinnte, vor allem auch jĂŒngere,
als  GĂ€ste und auch als neue Vereinsmitglieder gewinnen könnten. Schließlich lĂ€sst sich hier noch vieles erforschen.

Was sind das fĂŒr komische Vögel ?

Der U.H.U. e. V. Wappenvogel

Unser Wappentier bei einer Veranstaltung der Deutschen Waldjugend, Ortsgruppe Ruppichteroth

Was fĂŒr komische Vögel haben sich denn da auf archĂ€ologische Spurensuche begeben ? 
 werden sich zunĂ€chst viele Besucher fragen.

“Uhus” sind keineswegs mit den Eulen gleichen Namens zu verwechseln, vielmehr handelt sich hier um die sehr aktiven Mitglieder eines ĂŒberregionalen Geschichtsvereins. Der seit Mai 1996 bestehende “UnabhĂ€ngige Historische Untersuchungen mit dem Schwerpunkt der Vor- und FrĂŒhgeschichte e. V.”, kurz U.H.U. e.V., stellt die Wiederbelebung des 1986 bis 1996 bestehenden “Vereins fĂŒr Vor- und FrĂŒhgeschichte Rhein-Sieg/Oberberg e. V. dar.

Das Vereinslogo, ein etwas rundlicher Uhu mit Brille auf einem Buch sitzend, versinnbildlicht “Weisheit” und “Vorausschau”.

Forschung im Rhein-Sieg-Kreis

Der U.H.U. e. V. erforscht die Vor- und FrĂŒhgeschichte des rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreises, der Gemeinde NĂŒmbrecht und der Stadt Waldbröl und der mit ihnen historisch verbundenen Nachbargebiete.

Die anschließende Verbreitung der Forschungsergebnisse in einer auch von Laien verstĂ€ndlichen Weise, z. B. durch Ausstellungen, VortrĂ€ge, FĂŒhrungen und Veröffentlichungen, ist eines der Hauptziele des Vereins.

Kann die Suche nach Spuren der Vergangenheit glĂŒcklich machen?

Wer hat nicht schon einmal davon getrĂ€umt, mit einer „Zeitmaschine“ eine Reise in die Vergangenheit zu machen, um gleichsam direkter Zeuge eines bedeutsamen Ereignisses zu sein? Es wird wohl immer ein Traum bleiben. Doch es gibt eine reale Möglichkeit, bei der Suche nach Spuren einer selbst lange zurĂŒckliegenden Epoche Erfolgs- ja geradezu GlĂŒckserlebnisse zu haben! Eine solche Möglichkeit erlaubt es auch dem Nicht-Historiker, aktiv an der Erforschung der Geschichte seiner engeren Heimat teilzunehmen. Unser nunmehr seit 25 Jahren bestehende Verein hat sich die Aufgabe gestellt, interessierten hiesigen Bewohnern, von Schulkindern angefangen bis zum Ă€lteren Menschen „Heimatgeschichte zum Be-greifen“ – von der Steinzeit bis zur frĂŒhen Neuzeit – nĂ€her zu bringen. Dies geschieht u. a. bei der Vorstellung zahlreicher Funde aus prĂ€historischer Zeit seitens der Vereinsmitglieder, gleichzeitig aber auch durch Ermunterung willkommener GĂ€ste, mit Hilfe der „Uhus“ selbst einmal auf Fundsuche zu gehen.

Es ist dann ein besonderes Erlebnis, eine auf den ersten Blick einfache Tonscherbe oder eine Glasperle in die Hand zu nehmen und von einem erfahrenen Vereinsmitglied zu hören, dass es sich um den Teil eines GefĂ€ĂŸes aus der Merowingerzeit (etwa 450 bis 750 n. Chr.) oder, wie bei der Glasperle, um einen Fund aus der jĂŒngere Eisenzeit (ca. 500 bis 25 v. Chr.) handelt. Oder man findet steinerne Pfeilspitzen, Klingen, flache Schaber oder hat das sehr seltene GlĂŒck, einen Faustkeil aus der Steinzeit zu finden, der von Menschenhand vor ĂŒber 50.000 Jahren bearbeitet wurde. Stammt ein erheblich jĂŒngerer Fundgegenstand etwa aus der Begegnung eines hier ansĂ€ssigen Kelten oder Germanen mit einem Römer? Sogleich springt der gedankliche Mechanismus der Zeitmaschine an.

Wie mögen die damals hier lebenden Menschen wohl ausgesehen und gelebt haben? Waren es Neandertaler oder schon homo sapiens sapiens der jetztzeitlichen Gestalt? Waren es kelto-germanische Ubier, germanische Sugambrer oder Chatten?

Im GesprĂ€ch mit den „Uhus“ wird bei den regelmĂ€ĂŸig im Vereinslokal „Zur Post“ in Ruppichteroth-Winterscheid stattfindenden Historischen Stammtischen des U. H. U. e. V. lebhaft und sachkundig ĂŒber solche Funde und Fragen diskutiert. Wird ein Fund dann auch noch von Profi-ArchĂ€ologen bzw. Historikern nach gewissenhafter Begutachtung und zeitlicher Einordnung als authentisch beurteilt und veröffentlicht, ist das FinderglĂŒck vollstĂ€ndig. Der „Geschichtsvirus“ hat einen weiteren Menschen infiziert. Doch eine solche „Infektion“ ist nicht Gesundheit gefĂ€hrdend! Der Finder schwebt wohlbehalten auf Wolke sieben.

Aber auch bei Schulkindern wĂ€chst das Geschichtsbewusstsein, wenn ihnen durch den Inhalt unserer kostenlos zur VerfĂŒgung gestellten Geschichtstaschen zusĂ€tzlich zum Unterricht spezielle Literatur, Modelle, Artefakte, die sie in die Hand nehmen können, oder durch VortrĂ€ge von Heimatforschern in der Schule in kindgerechter Sprache der Alltag unserer Vorfahren nĂ€her gebracht wird.

Zwar werden heute Epochen unserer Geschichte durch die Medien dankenswerterweise mittels neuartiger technischer Methoden (z.B. Computeranimation) in anschaulicher Weise und dabei wissenschaftlich untermauert, ins „Heimkino“ gebracht, doch ist der persönliche Vortrag eines Wissenschaftlers im Vereinslokal, der auf Fragen der Zuhörer im Detail eingeht, wohl ein direkteres, eindringlicheres Erlebnis. Solche VortrĂ€ge finden oft wĂ€hrend der Historischen Stammtische, manchmal auch zusĂ€tzlich statt. Eines haben sie gemeinsam:

Bei aller ernsthafter und wissenschaftlicher Diskussion haben die ZusammenkĂŒnfte der „Uhus“ und ihrer GĂ€ste oder Wanderungen mit Besichtigungen von historischen DenkmĂ€lern sowie Besuche von Museen und Ausstellungen einen fast schon familiĂ€ren Charakter. Und das ist gut so!

Peter Effelsberg, 2. Vorsitzender U.H.U. e.V.